Neues vom Rassegeflügelzuchtverein Hüls von 1899
Bald sind die letzten Küken für das Zuchtjahr 2025 geschlüpft. Wachteln und Zwerghühner haben eine kürzere Entwicklungszeit bis sie in voller Blüte stehen und werden deswegen erst im späteren Frühjahr ausgebrütet und aufgezogen. Es ist immer wieder erstaunlich, in welch kurzer Zeit sich die Flügelfedern entwickeln. Nach etwa zwei Wochen können die Küken mit ihren Flügelchen schon kurze Strecken flattern. Gleichzeitig entwickelt sich das Schwänzchen. Weitere Merkmale folgen in kürzester Zeit. Nach etwa 4 – 6 Lebenswochen entwickeln sich bei den Hähnen schon die Kehllappen und kleine Kämme. Bei den Hennen, die diese Merkmale nicht so ausgeprägt tragen, sind zarte Kämme auf dem Kopf sichtbar.
Ab etwa der fünften Lebenswoche sind die Küken gut befiedert und das ursprüngliche Flaumgefieder ist größtenteils ersetzt. Ab der achten Lebenswoche ist das Jugendgefieder komplett. Dies ist auch die Zeit, in der die Glucke die Küken verlässt. Sie sind jetzt selbständig genug.
Rassegeflügelzüchter, die sich zum Ziel gesetzt haben, ihre, meist auf der roten Liste stehenden Hühnerrassen nach den für sie typischen Merkmalen zu erhalten, werden beginnen, Tiere für die Zucht im nächsten Jahr herauszusuchen. Dabei wird auf die Befiederung, Gefiederfarbe, die körperliche Entwicklung und Agilität, die eventuelle Musterung und Kopfmerkmale Wert gelegt. Auch die Farbe der Augen und der Beine werden beurteilt.
Hühner, die für den Erhalt der Rasse geeignet sind und auf Ausstellungen gezeigt werden sollen, bekommen einen sogenannten Bundesring auf ein Beinchen geschoben. In diesem Jahr sind die Ringe grün, mit weißer Schrift. Darauf sind Angaben zum Zuchtjahr, die Ringgröße, das Herkunftsland und eine fortlaufende Nummer aus Buchstaben und Zahlen zu finden. Die Ringgröße entspricht dem Standard der jeweiligen Geflügelrasse und die Nummer wird nur einmal pro Jahr vergeben. Hähne und Hennen tragen unterschiedlich große Ringe. Somit kann man die Tiere immer wieder zuordnen und identifizieren.
Das ist eine spannende Zeit und die intensive Beschäftigung mit seinen Tieren ist enorm wichtig. Täglich sollten die Jungtiere in die Hände genommen werden, damit sie sich daran gewöhnen angefasst zu werden. Das ist wichtig, für die Zukunft, falls doch mal ein Tierarzt bemüht werden muss oder wenn ein Bundesrichter die Tiere bewertet. Wenn sie es gewöhnt sind, haben sie überhaupt keinen Stress damit.
