März 2025 Kükenschlupf
Neues vom Rassegeflügelzuchtverein Hüls von 1899
Hallo liebe Leser, es ist so weit, die ersten Küken sind geschlüpft und wohlauf.
Nach 21 Tagen intensiver Bebrütung der befruchteten Eier haben sich gesunde und quitschfidele kleine Hühnerküken entwickelt. Eine Henne regelt während der Brutzeit den Wärme- und Feuchtigkeitshaushalt den das Küken für die Entwicklung braucht über ihre Körpertemperatur am Bauch. Die Henne verfällt in eine Art Brutstarre und verlässt das Nest nur kurz um etwas zu fressen, zu trinken und vielleicht ein Sandbad zu nehmen. Sie kehrt schnell zurück, damit die Eier nicht auskühlen. Die Henne dreht und wendet regelmäßig ihr Gelege, um eine gleichmäßige Wärme zu ermöglichen. Kurz nach dem Schlupf und in den ersten ein bis zwei Lebenstagen sind die Kleinen noch etwas unbeholfen. Sie benötigen viel Ruhe nach dem anstrengenden Schlupf. Es verlangt einem Küken alle Kraft ab, das Ei, mit dem sogenannten Eizahn auf der Schnabelspitze, aufzubrechen und heraus zu schlüpfen. In den ersten Tagen lebt das Küken noch von den Resten des Eidotters, das heißt, es muss nicht sofort fressen und trinken. Die fürsorgliche Henne zeigt den Kleinen, sobald sie sicher auf den Beinen sind, wo sie Wasser und Futter finden können, wie man trinkt und pickt und die Küken imitieren aufgeregt ihre Mutter. Die Henne zeigt ihnen durch bestimmte Laute an, welche Nahrung freßbar ist und welche nicht.
Küken gehören zu den sogenannten Nestflüchtern, das ist in der Natur eine wichtige Überlebensstrategie. Ein Gelege zieht schnell Fressfeinde wir Fuchs und Marder an. Daher ist es notwendig, dass die Kleinen in der Lage sind zu flüchten, wenn Gefahr droht. Auch dies kommuniziert die Henne über einen scharfen Laut, der die Küken sofort flüchten oder erstarren lässt. Küken sind nach kurzer Zeit sehr selbständig in ihrer Versorgung. Sie erkunden ihre Umwelt und schlüpfen immer wieder unter das Gefieder der Henne, es bietet Wärme und Schutz. Nach etwa 8 Wochen verlässt die Henne ihre Junghühner.


